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Patienteninformation

Hüftimpingement (FAI)

Illustration einer Cam-Formveränderung am Übergang zwischen Hüftkopf und Schenkelhals.

Dargestellt ist die Cam-Form eines Hüftimpingements: Eine knöcherne Formveränderung kann bei Bewegung am Pfannenrand anstoßen. Englische Originalbeschriftung.

Bild: InjuryMap · Hip cam · CC BY-SA 4.0Unverändert übernommen; Darstellung auf der Website skaliert.

Beim femoroacetabulären Impingement können Formvarianten am Übergang von Hüftkopf zu Schenkelhals oder an der Hüftpfanne zu einem schmerzhaften Kontakt führen. Nicht jede solche Knochenform verursacht Beschwerden. Für ein behandlungsbedürftiges Syndrom müssen Beschwerden, Untersuchung und Bildbefund zusammenpassen.

Wann ärztliche Hilfe nötig ist

Unfähigkeit aufzutreten nach Sturz, Fieber oder starke plötzlich einsetzende Hüftschmerzen brauchen dringende Abklärung.

Ursachen und Risikofaktoren

Eine sogenannte Cam-Form betrifft den Kopf-Hals-Übergang; eine Pincer-Form betrifft die Überdachung durch die Pfanne. Wiederholte tiefe Beugung kann bei entsprechender Form Beschwerden auslösen. Knorpel und Gelenklippe können mitbetroffen sein.

Typische Symptome

Häufig treten Leistenschmerzen beim tiefen Sitzen, Beugen oder Drehen auf. Manchmal bestehen Steifigkeit oder ein schmerzhaftes Klicken. Ähnliche Beschwerden können jedoch auch von Sehnen, Rücken oder anderen Erkrankungen ausgehen.

Diagnostik

Wir prüfen Hüftbeweglichkeit, Gangbild und schmerzauslösende Bewegungen. Röntgen zeigt knöcherne Formen. Ein MRT kann bei passender Fragestellung Knorpel und Gelenklippe beurteilen. Die Bildgebung wird stets mit der klinischen Untersuchung abgeglichen.

Konservative Behandlung

Belastungsanpassung und gezieltes Training für Hüft- und Rumpfmuskulatur können die Funktion verbessern. Wiederholtes erzwungenes Beugen in den schmerzhaften Endbereich wird zunächst vermieden. Medikamente können zeitlich begrenzt ergänzen, wenn sie geeignet sind.

Operative Möglichkeiten

Bei anhaltenden Beschwerden und passendem strukturellem Befund kann eine hüfterhaltende Operation in einer spezialisierten Einrichtung erwogen werden. Fortgeschrittene Arthrose beeinflusst die Erfolgsaussicht und Verfahrenswahl. Hüftarthroskopie wird hier nicht als eigenes Operationsangebot zugesagt.

Nachbehandlung und Rehabilitation

Alltags- und Sportbelastung werden stufenweise angepasst. Nach einem Eingriff gelten je nach Knorpel- oder Labrumbehandlung unterschiedliche Schutzphasen. Die Rückkehr zum Sport sollte sich an Funktion und ärztlichem Nachbehandlungsplan orientieren.

Häufige Fragen

Muss eine Cam-Form operiert werden?

Nein. Eine Formvariante ohne entsprechende Beschwerden ist keine automatische Operationsindikation.

Darf ich weiter trainieren?

Oft ist angepasstes Training möglich. Schmerzhaftes tiefes Beugen und Drehen sollte zunächst reduziert und der Aufbau individuell geplant werden.

Persönlich beraten lassen

Welche Therapie zu Ihrem Befund passt und welche Eingriffe in unserem ambulanten Spektrum liegen, klären wir im persönlichen Gespräch. Ambulante Operationen erfolgen im externen OP-Zentrum.

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Quellen & weiterführende Informationen

Die folgenden Fach- und Patienteninformationen bieten weiterführende Informationen zu diesem Krankheitsbild. Die Texte dieser Seite sind eigenständig formuliert.

AAOS: Hüftimpingement