Die schematischen Fußabdrücke zeigen eine zunehmende Auflagefläche im Mittelfuß bei abgesenktem Fußgewölbe. Ein Fußabdruck allein ersetzt keine klinische Untersuchung.
Ein flaches Fußgewölbe ist nicht automatisch krankhaft. Behandlungsbedürftig wird ein Knick-Senkfuß vor allem bei Schmerzen, zunehmender Fehlstellung oder eingeschränkter Belastbarkeit. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem seit Langem flexiblen Fuß und einer neu entstandenen Veränderung im Erwachsenenalter.
Ein neu absinkendes Gewölbe, deutliche Schwellung oder rascher Funktionsverlust sollte zeitnah untersucht werden.
Ursachen und Risikofaktoren
Neben der individuellen Fußform können nachlassende Sehnen- und Bandfunktion, Verletzungen oder Gelenkverschleiß beteiligt sein. Besonders die Tibialis-posterior-Sehne unterstützt das innere Gewölbe. Bei ihrer Funktionsstörung kann die Ferse nach außen kippen.
Typische Symptome
Möglich sind Beschwerden an der Fußinnenseite, am Innenknöchel oder später außen am Rückfuß. Langes Stehen und Gehen werden anstrengend. Die Ferse lässt sich beim einbeinigen Zehenstand unter Umständen nicht ausreichend anheben.
Diagnostik
Wir prüfen Fußstellung, Beweglichkeit, Sehnenfunktion und Gangbild unter Belastung. Bei neuen oder fortschreitenden Veränderungen können Röntgenaufnahmen im Stehen sinnvoll sein. Ultraschall oder MRT werden gezielt zur Klärung einer vermuteten Sehnenschädigung eingesetzt.
Konservative Behandlung
Geeignete Schuhe, individuell ausgewählte Einlagen und Übungen für Fuß- und Wadenmuskulatur können Beschwerden vermindern. Bei ausgeprägter Instabilität kann eine Orthese notwendig werden. Beschwerdefreie flexible Füße benötigen nicht automatisch eine Versorgung.
Operative Möglichkeiten
Bei fortschreitender, schmerzhafter Fehlstellung trotz konservativer Behandlung kann eine spezialisierte operative Beurteilung erforderlich sein. Je nach Beweglichkeit und Arthrose kommen unterschiedliche Korrekturen infrage. Eine pauschale Standardoperation gibt es nicht.
Nachbehandlung und Rehabilitation
Einlagen müssen in den Alltag und in geeignete Schuhe passen. Bei neuen Druckstellen sollte die Passform überprüft werden. Belastung und Übungen werden an die Reaktion des Fußes angepasst. Nach Operationen sind häufig längere Schutzphasen erforderlich.
Häufige Fragen
Braucht jeder Plattfuß Einlagen?
Nein. Beschwerden, Funktion und Verlauf sind wichtiger als die Form allein.
Können Übungen das Gewölbe unterstützen?
Gezieltes Training kann die Belastbarkeit verbessern. Bei einer relevanten Sehnenschädigung ersetzt es die ärztliche Beurteilung und erforderliche Unterstützung nicht.
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NHS: Flat feetAAOS: Erworbener Plattfuß